Couture-Chicken
Wenn hier das Wort Schnepfe im Zusammenhang mit Mode erscheint, hat es einen besonderen Grund: Christian Dior, Jahrhundert-Couturier und Schöpfer des “New Look”, war nicht nur ein begnadeter Mode-Magier (siehe Fotos), sondern auch ein Feinschmecker, der sich mit Leidenschaft der Kochkunst hingab. Da er auch eine Schwäche für Dom Perignon hatte – den Couture-Champagner unter den Bubblys (es gibt ihn ausschließlich als Vintage in alchemistisch gemixten Assemblagen) – kochte er besonders gerne mit dem Elite-Elixier. Verschwenderisch, so wie er mit seinen kostbaren Stoffen umging.

CD verlieh nahezu jedem Gericht mit Dom Perignon Esprit: Lachs in Aspik, einem Rebhuhn. Und eben auch der gemeinen Schnepfe.
Voilà: Hier ein Originalrezept aus seinem Fundus – Dom Perignon chicken (serves 6)
1 chicken (1,5 kg)
2 tablespoons of butter
2 tablespoons of flour
1 liqueur glass of champagne marc
1 teaspoon of tomato paste
1 bottle of Dom Perignon
1/4 liter crème fraîche
Truffle shavings
Salt, Pepper

Die Zubereitung klingt etwas improvisiert und nur Profis können wohl erahnen, an welcher Stelle Tomatenmark, Créme fraîche und die Trüffel zugefügt werden. Auch ist nicht überliefert, in welchem Jahrgangs-Wein Herr Dior das Huhn zu baden pflegte. Die Original-Empfehlung lautet:
Cut up the raw chicken. Set aside a knob of butter and put the rest in a casserole. Fry the pieces at a low temperature for 15 minutes. Remove excess butter. Dust the pieces with flour; brown them, then sprinkle with the glass of champagne marc and flambé. Add salt an pepper and pour three quarters of the bottle of Dom Perignon, a little at a time, over the pieces while quickly turning them. The liquid should just cover the chicken pieces.


Für alle chicks, die nicht kochen wollen: Als Hommage an das unglaubliche Farbgefühl – Rottöne vom feenhaften müden Hummer bis zum explosiven Mauve – bringt Dior Parfums jetzt eine einzigartige Lipstick-Kollektion auf den Markt. Just get inspired. And have a glass of Dom Perignon with it. Or two.





C`est sublime!!! Süüüüperrrrrr!
Mes amis! Bislang habe ich immer jam.fm (aus Berlin) im Radio gehört – jüngsterdings hat man mir den Kabelkanal dazu gekappt. Tant pis! Dann hört man sich halt woanders um, wenn`s mit dem Service nicht mehr klappt. Seeehr cool: www.hotmix.fr
Die Frenchies haben`s drauf. Jede Menge Kanäle (auch ein japanischer Mix) – J`adore “funky” und “dance”.
Buch-Geruch

Bücher duften. Grasig, staubig, tintig. Sie riechen nach Abenteuer, getrocknetem Blut, nie getrockneten Tränen. Sie betören mit Parfumschweifen aus Kindheitserinnerungen, Liebesschwüren, existenziellen Gedanken. Sie verführen zu Größenwahn, Glücksgefühlen, Glaube. Wer immer seine Nase tief in Bücher steckt, wird ihnen verfallen. Fluch und Segen.
Bref: Die Duftkerze zum Buch: http://www.shopassouline.com/boutique-home-candles.html”>
Black magic – no other options!

Das “Black Album” von Prince, die Black Box, the old black magic called love…Keine Farbe hat mehr Geheimnis, Macht, Mythos. Deshalb ist sie in der Mode immer wieder de rigeur. Das Dunkle zieht uns an…

SO BLACK heißt das neue Hermès-Liebesgift (6 verschiedene Modelle, Lederarte Boxcalf und mattes Krokoleder)
• Tasche Kelly Bag in den Größen 32 und 35 – ab ca. 5.350 €
• Tasche Birkin Bag in den Größen 30 und 35 – ab ca. 5.950 €
• Abendtasche Kelly Mini – ab ca. 2.900 €
• Abendtasche Kelly Cut – ab ca. 3.100 €
• Stiefel Jumping – ca. 1.750 €
• Gürtel Josephine – ca. 590 €

Die Linie SO BLACK ab Oktober 2010 in den Hermès Boutiquen.


Metallarbeiten und Verpackung: Natürlich finsterstes Schwarz!
KOMMEN SIE MIR BLOSS NICHT MIT ANDEREN BANALITÄTEN!
Bloody spectaular: Der Vampire facelift
Bloody hell! Amerika feiert ein neues Anti-Falten-Phänomen: Den Vampire facelift, auch Vampire Filler genannt. Adieu Botox und Dysport (Toxine), bye-bye Juvederm und Restylane (chemische Faltenfüller). Nachdem jetzt auch die FDA (Food- and Drug Administration) angebissen hat, die in den USA Medikationen freigibt, befinden sich die Mädels dort im Blutrausch. Twighlight hin, Stephenie Meyer her: Eine neue Behandlung auf der Basis von Eigenblut gilt als Benchmark im Kampf gegen Runzeln und Falten.
“Der neueste Verjünger im Markt”, schwärmt Julio Gallo, Chef des Miami Institute for Age Management an Intervention, einer der ersten, der die sogenannte Selphyl-Methode anwendet. Dabei wird etwa ein Eßlöffel Blut aus dem Arm den Klientin entnommen. Der Lebenssaft wird sechs Minuten zentrifugiert, um die Blutplättchen zu trennen. Dieses “reichhaltige Plasma” (O-Ton Gallo) wird in die entsprechenden Problemzonen injiziert. Gallo: “Die Plättchen prodzuzieren jede Menge Wachstums- und Heilfaktoren, die den Körper anregen, Kollagen zu produzieren”.
Ganz vorne in der Liga der Fans finden sich kritische Klienten, die sonst eher auf dem “Green Market” in der Columbus Avenue in New York shoppen, ökologisch korrekte Kartoffeln gewaltfrei kochen und Designer-T-Shirts nur bei “sustainable brands” kaufen. Alternative zu Botox – Botox für Trend-Alternative.
Die Behandlung mit Selphyl kosten ca. 1500 $, hält aber angeblich eineinhalb Jahre (vgl. Botox: ca. 500 €, der Effekt hält etwa 6 Monate). And the look is- of course – “more natural”.
Danke Dracula, Du alter Öko-Freak.
Feige und Kaviar
Love it. Or leave it. Der Pariser Designer Thierry Mugler lebte schon immer nach der Devise zu polarisieren. Vor 18 Jahren entstand “Angel”, ein schwitzelig hitzig-sexy Parfum mit süßem Schweif, das bis heute heiße Fans und kühle Naserümpfer in zwei Ligen teilt. Jetzt hat er es wieder getan: sein neues Parfum heißt “womanity”, eine Anspielung und zugleich Vereinigung der Begriffe Frau, Menschlichkeit (humanity) und Großstadt (city) – dem Duftlaunch ging eine website-Aktion voraus, der eine Art Feminismus 2.0 proklamieren soll. “Womanity” ist ein alchemistisches Produkt aus süßer Feige und salzigem Kaviar. Und wieder wird es die Lager spalten. Kennzeichnend für den Launchabend unter dem Eifelturm am Ufer der Seine- seine Begleitung war Tita von Teese: The beauty and the beast.

Je älter er wird, desto mehr scheint er sich in der Rolle des bad guy, des enfant terrible, zu gefallen: Knopf im Oberohr, Bodybuilder-Allure, Türsteher-Lächeln. Motto à la facebook: I am not flirting, it`s just marketing. Hunde, die bellen..
Auch der TM-Flakon ist inspiriert von Gegensätzlichem: Romatik und Gothic, Verspieltheit und S&M-Assoziatition, kühler Stahl und süßes Rosa.
Von Juni an gibt es den Duft (auch als Bodycream, -fluid, Deo und weiteren Varianten) online, ab Juli im Handel. The next Bestseller?

Gesehen bei der internalionalen Elite-Party: die Leitwolf-Beauties Regina Stahl (links, German Vogue) und Marina Jagemann (rechts, Madame).

New journalism: Mehr Bloggerinnen als Print-Journalistinnen: hier Johanna von der niederländischen L`Officiel im rückenfreien froufrou-tütü-quelquechose (weiß jemand, wie man das nennt? Es war jedenfalls süß!).

Hey, Misses DJane, turn a record on: Die Lieblings-Frau von TM an den Turntabels, Julia.
p.s.: Eine halbe Stunde nach dem Tête-à-tête mit Monsieur Mugler twitterte Tita von Teese munter von einem Gegen-Event bei Jean-Paul Gaultier.
Karl`s calling
Natürlich tanze ich gerne. Aber: Wo Du schon mal da bist…
Date mit Karl: Dienstg, 11. Mai. 19.30 Uhr. www.chanel-news.com
Shanghai Surprise
Licht am Ende des Tunnels
Alte Schachteln?
Wahrheiten vergehen, der Stil bleibt. Nicolás Gómez Dávila
Talking about style, mes chères amies! Aus Mangel an kreativen Ideen steigen heutzutage viele Designer in die Archive. Allein: Es läßt uns kalt. Weil der Bezug zu heute fehlt (hey, girls wanna have fun!) oder das Bewußtsein für Stil (siehe Foto von 1913, so cool!). Jede Wette, wenn Madame Chanel heute leben würde, wäre sie die erste online-Pionierin gewesen.






